Jahresabschlussbericht 2010/2011
Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)
Die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) für Jugendliche unter 25 Jahren ohne Berufsausbildung, wird seit September 2004 im Auftrag der Berufsberatung und Reha-Abteilung der Agentur für Arbeit in Regensburg an der vhs für den Landkreis Kelheim durchgeführt. Die Kurse zielen auf den Einstieg in eine qualifizierte Ausbildung oder Arbeit ab. Die Maßnahmen sollen außerdem die Möglichkeit bieten, die Berufswahlentscheidung zu überprüfen bzw. zu treffen.
BvB 2010/2011
Im 7. Durchlauf der Maßnahme konnten von den 48 Schülerinnen und Schülern mehr als 90 % in eine Ausbildungsstelle oder weiterführende Schule vermittelt werden. 1 Teilnehmer verbleibt weiterhin in der Maßnahme. Außerdem legte 1 Teilnehmer erfolgreich die Prüfung des Qualifizierenden Hauptschulabschlusses ab.
BvB-Reha 2010/2011
Die Hauptinhalte der BvB-Reha-Maßnahme sind das Kennenlernen der eigenen Stärken und Fähigkeiten, bei Eignung die Vorbereitung auf den nachträglichen Hauptschulabschluss und die Vermittlung in eine Ausbildung oder Anlerntätigkeit in den entsprechenden Berufsfeldern. Von den 17 angemeldeten Teilnehmern konnten bis zum Ende der Maßnahme 13 Jugendliche in Ausbildungsverhältnisse bzw. weiterführende Schulen oder Maßnahmen vermittelt werden. 1 Teilnehmer musste aus gesundheitlichen Gründen den Lehrgang vorzeitig beenden.
BaE kooperativ – Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen
Die BaE kooperativ ist eine sozialpädagogisch begleitete Berufsausbildung für Jugendliche und junge Erwachsene ohne berufliche Erstausbildung, die aufgrund einer Lernbeeinträchtigung oder sozialen Benachteiligungen besonderer Hilfe bedürfen. Im kooperativen Modell werden die Ausbildungsinhalte unter Einbeziehung von persönlich und fachlich geeigneten Kooperationsbetrieben vermittelt. Im September 2011 werden 5 Jugendliche ihre Ausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung beginnen. Dies ist bereits die dritte Gruppe Auszubildender, die im Rahmen der BaE an der vhs an der betreuten Ausbildung teilnimmt.
BerEB – Berufseinstiegsbegleitung
Die BerEB ist eine sozialpädagogisch begleitete Maßnahme im Auftrag der Agentur für Arbeit an der Hauptschule Neustadt/Do. in Zusammenarbeit mit der vhs für den Landkreis Kelheim für Hauptschüler der 8. und 9. Klassen, auf ihrem Weg ins Berufsleben. Die Maßnahme läuft mit aktuell 39 Schüler/innen bis Februar 2013.
Seminar zur Berufsorientierung „teens(at)work“
Das Berufsorientierungsseminar „teens(at)work“ wendet sich an Schüler/innen der 7. und 8. Hauptschulklassen im Landkreis Kelheim mit dem Ziel, ihnen den Übergang von der Schule in Beruf und Ausbildung zu erleichtern. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Sensibilisierung für die notwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen im Beruf sowie mögliche Berufsbilder. Die Schüler setzen sich mit ihren persönlichen Stärken und Schwächen auseinander, trainieren Sozialkompetenzen, wie Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie den Umgang mit Konflikten. Im Schuljahr 2010/2011 waren wiederum alle Hauptschulen im Landkreis Kelheim zum Teil mit mehreren 7. und 8. Klassen vertreten.
Berufliche Qualifizierungen mit AZWV-Zertifizierungen
„Start - für Jugendliche unter 25 Jahren“
Der Lehrgang „Start – für Jugendliche unter 25 Jahren“ ist eine berufliche Qualifizierung mit AZWV-Zertifizierung für Jugendliche, die sich auf dem 1. Arbeitsmarkt integrieren wollen. Von September 2010 bis Sommer 2011 konnten zwei Lehrgänge mit 29 Jugendlichen durchgeführt werden.
Trainingsmaßnahmen § 46 SGB III im Auftrag der Agentur für Arbeit
Trainingsmaßnahmen im Fachbereich Lager und Verkauf
Im Rahmen der Ausschreibung und Konzeption für Trainingsmaßnahmen konnten drei Trainingsmaßnahmen mit einer Dauer von 4 bzw. 5 Wochen im Bereich der Kenntnisvermittlung Lager und ein Lehrgang im Fachbereich Verkauf in Kelheim durchgeführt werden.
Aktivierungshilfen im Auftrag der Agentur für Arbeit
Die „Aktivierungshilfen für Jüngere“ sind ein intensiv sozialpädagogisch begleitetes, niederschwelliges Angebot im Vorfeld von Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung, welches seit September 2009 an der vhs für den Landkreis Kelheim durchgeführt wird. Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren mit vielfältigen und schwerwiegenden Hemmnissen (multiple Problemlagen), die die allgemeine Schulpflicht erfüllen, aber noch keine Berufsausbildung abgeschlossen haben und aufgrund von intrapersonalen Gründen noch nicht für andere Qualifizierungsmaßnahmen in Betracht kommen oder in das Ausbildungs- und Beschäftigungssystem eingegliedert werden können.
Maßnahmen im Auftrag des Jobcenters Kelheim
Aktivcenter Abensberg
Für die Arbeitsgemeinschaft Landkreis Kelheim wird seit Juli 2009 das Projekt „Aktivcenter“ in Abensberg für erwerbsfähige, arbeitslose Er-wachsene durchgeführt. Die Teilnehmer sollen in der Maßnahme durch fachliche Angebote sowie sozialpädagogische Unterstützung intensiv aktiviert und damit an den Beschäftigungsmarkt herangeführt werden. Im letzten Durchlauf der Maßnahme konnte wieder eine sehr erfolgreiche Eingliederung in das soziale und berufliche Leben erreicht werden.
Neue Wege
Ziel des Lehrgangs ist es, die Teilnehmer/innen mit Hilfe dieser beruflichen Weiterbildung und sozialpädagogischer Unterstützung nach dem Lehrgang in ein festes Arbeitsverhältnis zu integrieren. Von Oktober 2010 bis März 2011 konnte ein Lehrgang mit 16 Teilnehmer durchgeführt werden.
Integration
Zertifikat Deutsch B1 und Einbürgerungstest
Seit 2008 führt die vhs für einbürgerungswillige Bewerber/innen die Prüfung „Zertifikat Deutsch“ (Niveau B1) durch. Vor Ablegen der Prüfung können Interessenten an einem Einstufungstest teilnehmen, um festzustellen, ob ihre Deutschkenntnisse ausreichend sind. Am 19. Februar und 06. August 2011 wurden die Prüfungen „Zertifikat Deutsch“ an der vhs für den Landkreis Kelheim mit 17 Teilnehmer/innen durchgeführt.
Der Einbürgerungstest wird ebenfalls seit 2008 an der vhs durchgeführt. Hier wird Grundwissen über die Gesellschaftsordnung, Kultur und Geschichte in Deutschland abgefragt. Dieses Wissen ist für jeden Einbürgerungsbewerber unablässig, um sich integrieren zu können.
Das kooperative Berufsintegrationsjahr (BIJk)
Das Berufsintegrationsjahr wurde im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus bereits zum vierten Mal durchgeführt. Träger dieser berufsvorbereitenden Maßnahme für Jugendliche ohne Ausbildung (JoA) ist das Landratsamt Kelheim (die Berufsschule Kelheim/Abensberg) in Kooperation mit der vhs für den Landkreis Kelheim. Ziel ist es, die Jugendlichen durch intensive, sozialpädagogische Betreuung und wechselnde Betriebspraktika so zu unterstützen, dass sie in der Lage sind, selbstständig eine Ausbildung aufzunehmen und dieser dann auch langfristig gewachsen zu sein. Die sozialpädagogische Betreuung, finanziert durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF), erfolgt durch die vhs für den Landkreis Kelheim. Von 19 Schülern konnten 11 in Ausbildungen, weiterführende Schulen und Maßnahmen vermittelt werden.
Das kooperative Berufsvorbereitungjahr (BVJk)
Das kooperative Berufsvorbereitungsjahr ist ein Brückenangebot der Staatlichen Berufsschule Kelheim. Die Durchführung erfolgt im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, vertreten durch die Regierung von Niederbayern. Es richtet sich an berufsschulpflichtige Jugendliche, die nach Beendigung der Hauptschule keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, bzw. noch nicht voll ausbildungsreif sind. Die Jugendlichen besuchen während der Maßnahme pro Woche an 3 Tagen die Berufsschul, an den anderen beiden Tagen sind Betriebspraktika vorgesehen (über vier bis acht Woche) bzw. berufsbezogener, fachtheoretischer Unterricht an der vhs.
Qualifizierungslehrgänge im Rahmen der Förderung durch den Europäischen Sozialfonds
Ziel: Arbeitsplatzsicherung und Anpassung an neue Technologien
Aufgrund des strukturellen Wandels sind viele Arbeitnehmer/innen von Arbeitslosigkeit bedroht. Um die Chancen der Arbeitnehmer/innen auf einen Arbeitsplatzerhalt oder einen alternativen Arbeitsplatz zu erhöhen, sollen diese noch zu Zeiten eines bestehenden Arbeitsverhältnisses an einer Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen können. Damit soll zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Zielgruppe sind Mitarbeiter von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) im Rahmen von Anpassungs-, Aufstiegs- und Ergänzungsqualifizierungen.
Förderung der Anpassungsfähigkeit der Unternehmen und ihrer Beschäftigten:
Gemäß den beschäftigungspolitischen Leitlinien der EU werden die Sozialpartner nachdrücklich aufgefordert, gemeinsam die Modernisierung der Arbeitsorganisation – auch im Sinne einer stärkeren Flexibilität der Arbeit – in Angriff zu nehmen, um Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu steigern.
Die berufliche Qualifikation von Arbeitnehmer/innen erhöht die Sicherheit der vorhandenen Arbeitsplätze, schafft neue Arbeitsplätze, verbessert Aufstiegschancen, ermöglicht die reibungslose Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt bei Arbeitsplatzwechsel und schafft zudem Chancen-gleichheit auch für Frauen am Arbeitsplatz durch Kompetenzzuwachs.
"Geprüfte/r Managementassistent/in - Schwerpunkt Kommunikation (bSb)" für Beschäftigte
Der Lehrgang "Geprüfte/r Managementassistent/in mit Schwerpunkt Kommunikation", eine berufsbegleitende Qualifizierung im kaufmännischen Bereich, schließt mit einem Diplomzeugnis des "Bundesverbandes Sekretariat und Büromanagement" (bSb) ab. Inhalte des Lehrgangs sind neben Managmentfunktionen, Kommunikationstechniken, Betriebspsychologie und Personalwesen auch Marketing, EDV und Englisch.
Diese Qualfizierung startete am 17. Mai 2011 mit 10 Teilnehmerinnen, die bereits am 6. August 2011 die ersten Prüfungen im Bereich Managementfunktionen und Kommunikationstechniken erfolgreich ablegen konnten. Der Lehrgang endet voraussichtlich im Juli 2012.



